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Infos & Wissen |
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Drucktechniken - Hochdruck |
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| Beim Hochdruckverfahren liegen die druckenden Bereiche auf der Druckoberfläche höher als die nichtdruckenden Abschnitte. Das Hochdruckverfahren wird hauptsächlich beim Buchdruck und beim Flexodruck eingesetzt. Sie unterscheiden sich in den physikalischen Eigenschaften ihrer Druckoberflächen und Druckfarben. Beim Buchdruck verwendet man Druckmittel aus hartem Material und stark viskose Druckfarbe, beim Flexodruck dagegen Druckformen aus weichem Gummi oder Kunststoff und flüssige Druckfarbe. |
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Buchdruck |
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Der Buchdruck, die älteste Form des Druckens, wurde von Johannes Gutenberg um 1440 erfunden und war fünf Jahrhunderte lang das einzig brauchbare Druckverfahren zur Massenproduktion. Als Schrifttypen setzte Gutenberg bewegliche Metall-Lettern ein.
Ursprünglich bestanden die Druckvorlagen aus Tausenden angeordneter Metalltypen. Einzeln gegossene Buchstaben oder auch Buchstabengruppen bildeten die Typenformen. Die Druckfarbe wurde auf die erhöhten Flächen der Form aufgetragen und danach durch Pressen auf Papier oder Pergament übertragen. Man konnte Holzschnitte und Gravierungen mit Typen kombinieren und so Seiten erstellen, die Text und Graphik enthielten.
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| <-- Seite der Gutenbergbibel Die 42-zeilige Gutenbergbibel von Johann Gutenberg war das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch; sie entstand vermutlich 1456. Von ursprünglich 180 Exemplaren sind noch 48 erhalten. Am Druck soll Peter Schöffer, Gutenbergs Lehrling, wesentlichen Anteil gehabt haben. |
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Duplikatklischees |
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| Die erste Druckplatte erhielt man nach folgender Prozedur: Zunächst wurde von einer Typenform ein Abdruck angefertigt. Anschließend goss man ein Metallduplikat des Originals, die so genannte Stereoplatte. Das so genannte Stereotyp wurde während der industriellen Revolution zu einer bedeutenden Technik weiterentwickelt, denn man besaß damit anstelle der ursprünglichen Typenform eine Druckoberfläche aus einem Stück. Diese ließ sich dann in vielen automatischen Druckmaschinen verwenden. Gebogene Stereoplatten wurden bis in die frühen siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts in Rotationsdruckmaschinen beim Zeitungsdruck eingesetzt. Dann änderten sich die Geräte zur Satzherstellung gänzlich, und der Bleischriftsatz wurde vom Computersatz abgelöst.
Ein anderes Klischee (Hochdruckplatte) war das Galvano. Indem man einen Wachsabdruck der originalen Typenform mit einem dünnen galvanischen Kupferüberzug versah und die so erhaltene Kupferschale mit Typometall füllte, ließ sich diese Druckplatte herstellen. Galvanos waren detailgetreuere Nachbildungen der originalen Druckoberflächen als die Stereoplatten und wurden deshalb bevorzugt für Drucke hoher Qualität eingesetzt. |
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Photopolymere Druckplatten |
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| In den späten fünfziger Jahren führte man eine von Grund auf neue Herstellung von Hochdruckplatten ein. Im Mittelpunkt stehen bei diesen Verfahren lösliche Kunststoffe, die bei ultravioletter Bestrahlung erhärten. Seitdem sind eine große Anzahl von Materialien für photopolymere Druckplatten entwickelt worden. Der Untergrund der Druckplatte wird mit einem Photopolymer überzogen. Bei dem weiteren Verfahren belichtet man diese Beschichtung mit ultraviolettem Licht, wobei zwischen Lichtquelle und Platte ein Film platziert wird. Der Film lässt das Licht nur durch die Flächen, die später den Druckfarbstoff übertragen. Auf diesen Flächen erhärtet das Photopolymer: es polymerisiert dort. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als UV-Härtung. Die unbelichteten Stellen lassen sich mit Wasser oder einem anderen Lösungsmittel wegwaschen. Als Ergebnis erhält man eine Hochdruckoberfläche, die direkt auf einen Druckzylinder montiert werden kann.
Bei einer abgewandelten Art dieses Verfahrens wird ein flüssiges Photopolymer, das ebenfalls UV-härtend ist, auf einen Untergrund aus Papier oder Kunststoff aufgetragen. Nach der Belichtung bläst man die unbelichtete Flüssigkeit mit Luft weg. Solche Druckplatten können schnell erstellt werden und sind deshalb besonders für den Zeitungsdruck geeignet. |
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Flexodruck |
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| Weiche Druckplatten und hochflüssige Druckfarben machen den Flexodruck zu einem idealen Druckverfahren für porenfreie Materialien wie Alufolie oder Polyethylen (z. B. Verpackungen von Kartoffelchips). Ursprünglich waren alle flexographischen Druckplatten aus geformtem Gummi. Sie werden auch heute noch bevorzugt verwendet, wenn auf einer einzigen Druckwalze viele Kopien derselben Vorlage erstellt werden müssen. Flexodruckplatten sind im Prinzip Stereoplatten aus Gummi und werden normalerweise zur Herstellung mehrerer Duplikate verwendet.
Als man in den siebziger Jahren photopolymere Materialien zur Herstellung von Druckplatten einführte, verringerte sich die zur Produktion eines Plattensatzes benötigte Zeit erheblich. Bei den heute üblichen Verfahren klebt man fertige Flexodruckplatten auf den Druckzylinder. Darüber hinaus können beim Flexodruck Farben auf Wasserbasis verwendet werden, die giftige Lösungsmittel überflüssig machen.
Flexodruckmaschinen sind einfach konstruiert, weil die flüssige Druckfarbe ohne ein aufwendiges Farbwerk auf der Druckoberfläche verteilt werden kann. Gedruckt wird meist auf Bahnen, die man anschließend in einem getrennten Arbeitsgang zum Endprodukt weiterverarbeitet. |
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